Spontan ins Blaue - Das erste Mal

Unser erster spontaner Wochenendausflug mit dem Dicken. Wie Justus unerwartet zu seiner ersten Fährfahrt kam und wir Erholung unter Partyvolk im Ballungsgebiet fanden erfahrt Ihr hier...

Eine Woche nach dem ersten Urlaub wollten wir eigentlich daheim bleiben. Die Klamotten sind noch nicht vollständig ausgepackt und wir beruflich bereits wieder mitten drin.

Nun soll es aber warm werden, was uns als Argument ausreichte am Freitagabend noch spontan die Pläne zu ändern.

Weil wir gleichzeitig auch ausschlafen wollen und noch das Nötigste an Verpflegung einkaufen müssen, sitzen wir Samstag erst um 13 Uhr auf unseren liebsten Sitzen.

Ziel: unbekannt

Manu erinnert sich, dass er beruflich irgendwann einmal kurz in Germersheim (Rheinland-Pfalz) war und es dort recht nett aussah.

Das grobe Ziel steht somit fest.


Einen eingelegten Zwischenstopp in Hauenstein (Schuh-City) finden wir nicht weiter erwähnenswert.


Germersheim ist wirklich schön, es ist jedoch wieder einmal so heiß, dass wir es gerade mal in die nächste Eisdiele schafften (aus Eisfetischistensicht nett aber nicht weiter erwähnenswert).

Angesichts der Hitze beschließen wir, dass ein Platz am Wasser das Richtige wäre (Moskitoallergie wieder einmal ausblendend).


Der erste, über die einschlägigen Apps ausgesuchte Platz, war rappelvoll (Ferien, Wochenende). Da dieser irgendwie nach Kleingärtnerverein aussieht und sich den See mit einem offensichtlich extrem beliebten Freibad teilt, sind wir nicht wirklich traurig darum. Lediglich die Hoffnung noch eine ruhigere nasse Abkühlung zu haben, schwindet angesichts fortgeschrittener Uhrzeit allmählich.


Tante Google hatjedoch noch einen Vorschlag und nach kurzem, erfreulich freundlichen Telefonat navigieren wir Richtung Altrip und landen zunächst AUF dem Rhein. Einmal Übersetzen für 4 €. Da wir nicht damit gerechnet hatten, noch an diesem Tag Justus erste Fährüberfahrt zu erleben, ist uns die Gaudi das Geld wert.

Kurz darauf haben wir dann auch unser Tagesziel erreicht: den Campingplatz blaue Adria (http://www.campingplatz-blaue-adria-altrip.de). Die Blaue Adria ist ein Naherholungsgebiet für gestresste Städter des Rhein-Main-Gebietes, welches aus mehreren Seen besteht und früherer Kiesbaggerei zu verdanken ist.


Kennt Ihr nicht? Nicht schlimm, kannten wir bis dato auch nicht. Trotzdem ein nettes Fleckchen in der Ecke.

Der Platz selbst ist gut gefüllt mit vielen Zeltern und wenig weißer Ware. Kurz über noch freie Ecken informiert, latschen wir über den Platz. Da dieser wirklich gut gefüllt ist, hätte die angebotene Zeltwiese einer Hindernisfahrt in Manier des Elefanten im Porzellanladen geglichen. Deshalb beschließen wir 3 € aufzuzahlen und einen nummerierten Stellplatz samt Strom zu nehmen. Für somit insgesamt 14 Euro immernoch ein Schnäppchen in der Hauptsaison wie wir finden.

Das Publikum ist bunt gemischt jedoch tendenziell jünger als auf den meisten Plätzen. Viele jüngere Familien samt Freundeskreis in Feierstimmung, ein 18. Geburtstag und eine Gruppe Jungs, die nach eigener Aussage seit über 20 Jahren einmal im Jahr dort feiern - natürlich ohne Frauen. Der Einladung dem Klang der Akkustikgitarre bis zu einem kühlen Bier zu folgen, will ich zur Wahrung der trauten Männerrunde nicht folgen - auch wenn wir durchaus ein nettes Gespräch hatten. Manu bleibt solidarisch bei mir und so genießen wir nach einer Abkühlung im stehenden Gewässer in trauter Zweisamkeit ein leckeres Grilldinner und die Stimmung um uns rum. 


Überraschenderweise kehrt sogar gegen Mitternacht so richtige Ruhe ein und wir schlafen hervorragend - auch wenn uns noch ein wenig Musik nicht gestört hätte.


Nach einer gediegenen Katzenwäsche (die sanitären Einrichtungen laden zu mehr nicht ein), erkunden wir zu Fuß noch etwas die nähere Umgebung. Nach dem Spaziergang an den Seen und einem Zwischenstopp an den Toiletten der Strandbar (sauberer als die im Campinggelände und mit Papier ausgestattet), machen wir uns auf Richtung Speyer.


Wir hatten am Vorabend beschlossen durch den Pfälzer Wald wieder zurück zu fahren und unterwegs noch Speyer zu besuchen.


Dort angekommen stellen wir fest, dass wir pünktlich zum Bretzelfest da sind und heute auch noch Straßenlauf auf dem Programn steht. 

So feuern wir bei sehr leckerem Eis die schwitzenden Läufer an und genießen den Mittag. 

Direkt am Technikmuseum haben wir einen offiziellen Stellplatz entdeckt.

Nächstes Jahr zum Bretzelfest wird man uns dort definitiv antreffen. Ein schönes Fest (Kirmes) in einer schönen Stadt, welche mehr gute Eisdielen als Mülleimer besitzt - dem können wir nicht widerstehen.


Am späten Sonntag Nachmittag kommen wir zu Hause an. Obwohl nur 1.5 Tage unterwegs gewesen, fühlt es sich wie ein Kurzurlaub an und wir fühlen uns so bereit als möglich für die kommende Arbeitswoche.

Außerdem freuen wir uns bereits auf das nächste Wochenende und die Adventure Southside in Eigeltingen.

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