Unser Landy - das Wieso, die Daten, der Einzug

Am 21. Januar 2017 war es soweit: Unser "Spontankauf" Justus war abholbereit.

Wie es zu dem neuen Familienmitglied kam:

Wir haben uns im Vorfeld verschiedene Möglichkeiten für unser künftiges Overlander-Dasein angeschaut.

Das Dachzelt auf unserem Jeep Renegade Trailhawk fanden wir super - eignete sich aber unterm Strich nur zum Schön-Wetter-Campen.

Jeder der sich mit dem Thema selbst einmal auseinander gesetzt hat, oder es noch tut, wird uns wahrscheinlich beipflichten, wenn wir sagen, dass einen die Fülle an Möglichkeiten schier erschlägt. Wichtig war und ist uns:

- Geländegängigkeit (damit wir können, wenn wir wollen),

- ein gemütlicher, warmer Platz im Trockenen wenn es mal länger regnet,

- eine Schlafgelegenheit im Auto für unauffälliges Übernachten oder wenn es allzu kalt sein sollte (Stichwort: Wintercamping),

- ein Gefährt, dem man mit Werkzeug noch selbst zu Leibe rücken kann,

- keine Villa auf Rädern, sonst kommt man in Versuchung seinen Alltag mit auf Reisen zu nehmen - die Reduziertheit macht für uns einen großen Teil des Camping-Charmes aus,

- kein Anhängsel hinter uns herzuziehen.

 

Die Entscheidung für den Defender war letztlich eine Bauchentscheidung. Logisch begründen kann man das wohl auch nicht.

 

Ab Mitte 2016 behielten wir "den Markt" für unser künftiges Auto im Auge. Kaufen wollten wir aus Zeit- und finanziellen Gründen erst ab Januar 2017. Manu hatte somit ausreichend Zeit, sich im Vorfeld mit den typischen Problemfeldern eines Defenders auseinander zu setzen - und davon gibt es bekanntlich ein paar.

 

Wir liebäugelten schon eine Weile mit unserem künftigen Familienmitglied, zu dem Zeitpunkt noch Inventar bei einem der größeren spezialisierten Händler in unserer geographischen Hemisphäre. Für uns leider zu früh. Jetzt begab es sich, dass eben dieser Händler im Dezember spontan Black-Friday mit 10 % Rabatt ausrief - bei einem Gebrauchten nicht zu verachten. Angesichts stetig steigender Marktpreise und einem einhergehenden Gefühl, vergleichbar mit Torschlusspanik, zogen wir aus um unser künftiges Reiseschicksal zu besiegeln...

 

Steckbrief:

Justus, Landrover Defender 110, TD4, 2.4

Baujahr 2008

Bei Kauf knapp unter 130 Tkm

2 Vorbesitzer, der erste hierbei passenderweise eine Psychiatrie

Diverse durchgeführte Reparaturen, u. a. neuen Zylinderkopf, ansonsten im Urzustand

Optik: Artgerechte Haltung, dafür weder Reviermarkierungsdrang noch Inkontinenz oder den Drang zum Wechsel des Aggregatzustandes von fest in bröselig

Wenig Sonderzubehör (Schnorchel, Rockslider) wird benutzt bis es sich freiwillig verabschiedet. Zumindest das linke Bein (Rockslider Fahrerseite) steht schon quasi über der Türschwelle.

Technischer Schnick-Schnack: Klima, elektrische Fensterheber und Zentralverriegelung (welche uns noch Freude bereiten sollte),

PKW-Zulassung, Euro 4 (bzw. 3+).

 

Das Einzige, was wir definitiv nicht selbst machen wollten, gaben wir gleich mit in Auftrag: Eine Unterbodenkonservierung und Hohlraumversiegelung.

 

Daneben galten die 10 % auch auf Zubehör und wir orderten gleich im großen Stil die künftigen Anbauten, für welche wir uns bereits im Vorfeld entschieden hatten. Mehr dazu erzählen wir Euch in separaten Blog-Einträgen der Rubriken Anbauten und Testberichte.

 

Am 21. Januar war es dann soweit: Wir setzten uns in den Zug um Justus in Empfang zu nehmen und gemeinsam nach Hause zu bringen.

Da Justus zunächst noch unangemeldet zwecks Umbau vor unserer Garage stehen sollte (in die er selbstverständlich nicht hinein passt), hatte uns der Händler eine 5-Tages-Zulassung besorgt.

Ihr könnt Euch vorstellen, dass wir diese stolz wie Oskar ausgekostet haben. So war bereits der Heimweg ca. doppelt so lange wie er hätte sein müssen.

Verliebt von Anfang an!

 

 

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